Nachtwächter-Tour
Stadtführung bei Kerzenschein
Gehen Sie mit Jan, Willibald und Co. auf eine abendliche Stadtführung durch das historische Zentrum von Bremen. Begleiten Sie die Nachtwächter auf ihrer spannenden Patrouille durch die dunklen Gassen der Stadt – nur erhellt von Laternen und Kerzenschimmer.
Lernen Sie auf diesem unterhaltsamen Rundgang geheimnisvolle Orte kennen und lauschen Sie den Geschichten vergangener Zeiten – spannend, kurzweilig und mit besonderer Atmosphäre.
Öffentliche Nachtwächter-führungen:
Unsere öffentlichen Nachtwächter-Touren finden jeden zweiten Samstag um 20.30 Uhr statt.
- Treffpunkt: vor der Propsteikirche St. Johann (Klosterkirchenstr. 3, 28195 Bremen)
- Dauer der öffentlichen Tour: 1,5 Stunden
Tickets: ab 11,90 EUR
Private Stadtführung:
Gerne bieten wir Ihnen die Nachtwächter-Tour auch als private Stadtführung zu Ihrem Wunschtermin an (ab 229,- EUR).
Schulklassen:
Gerne bieten wir Ihnen diese Tour auch altersgerecht für Schulklassen oder andere Jugendgruppen zu Ihrem Wunschtermin an (ab 229,- EUR).
Von Schlachtschreibern und Tonnenträgern
Die Schlachte war über 600 Jahre lang der Hafen Bremens. 1250 wurde sie erstmals als „slait“ erwähnt, aus dem Mittelniederdeutschen von „eingeschlagenen Pfählen“. Seit dieser Zeit wurde das Weserufer zum Hafen ausgebaut, da der alte Balgehafen am Markt von größeren Schiffen nicht länger angelaufen werden konnte. Der Hafen zog sich über 400 Meter Länge von der Martinikirche bis zum Fangturm. Über die Schlachtpforten sorgten Gassen für die Anbindung des außerhalb der Stadtmauer gelegenen Hafens an die Stadt. Von ehemals zehn Schlachtgängen existieren heute noch sieben.
Zu den Aufgaben der Nachtwächter gehörte es ursprünglich auch diese Schlachtgänge und das belebte Hafenviertel zu kontrollieren. Dies war besonders wichtig, denn an der Schlachte lagen nicht selten auch Diebe und Piraten vor Anker. Dazu kamen etliche Langfinger und Gauner unter den zahllosen Hafenarbeiter, egal ob Kranmeister, Korn- oder Tonnenträger, Karrenschieber und andere Fuhrleute. Im 17. und 18. Jahrhundert arbeiteten schließlich an die 300 Personen im Schlachtehafen!
Zu Überprüfen galt es neben der Schlachte selbst auch die vielen Zufahrten und Verbindungsgassen direkt zum Markt. Hier wurde besonders in der Nacht viel Schwarzhandel und Schmuggel betrieben, was der Nachtwächter natürlich zu unterbinden hatte. Besonders oft geschah dies an der zweiten Schlachtpforte. Doch wie kam die sogenannte „Böttcherstraße“ zu ihren Namen? Das erfahren Sie auf unserer Nachtwächter-Tour!
Angst im Dunkeln?
Sie möchten Bremen und seine Altstadt lieber bei Tageslicht erkunden? Dann ist eine klassische Stadtführung durch die Hansestadt genau das Richtige für Sie!