Nachtwächter-Führung
Erlebnistour bei Kerzenschein
Gehst du mit Willibald, Giesbert und Co. auf eine abendliche Stadtführung durch das historische Zentrum von Rastede. Begleite die Nachtwächter auf ihrer spannenden Patrouille durch den Residenzort der Oldenburger Grafen und Großherzöge – spannend, kurzweilig und mit besonderer Atmosphäre.
Lerne auf diesem unterhaltsamen Rundgang geheimnisvolle Orte kennen und lausche den Geschichten vergangener Zeiten. Die Nachtwächter nehmen dich mit auf eine Zeitreise in das alte Rastede .
Öffentliche Nachtwächter-führungen:
Unsere öffentlichen Nachtwächter-Touren finden ab September 2026 monatlich um 19.00 Uhr statt.
- Treffpunkt: vor dem Torturm der St.-Ulrichs-Kirche (Denkmalplatz 8, 26180 Rastede)
- Dauer der öffentlichen Tour: 1,5 Stunden
Tickets: ab 11,90 EUR
Private Stadtführung:
Gerne bieten wir dir die Nachtwächter-Tour auch als private Stadtführung zu deinem Wunschtermin an (ab 229,- EUR).
Schulklassen:
Gerne bieten wir dir diese Tour auch altersgerecht für Schulklassen oder andere Jugendgruppen zu deinem Wunschtermin an (ab 229,- EUR).
Hinfort mit dem fahrenden Volk!
Während in den meisten mittelalterlichen Städten Nachtwächter spätestens seit der Frühen Neuzeit eingesetzt wurden, um durch die Gassen zu patrouillieren, stellte Rastede sehr spät die ersten Nachtwächter an. Ab 1830 dienten die Ordnungshüter dort allerdings gänzlich anderen Zwecken, als ihre Kollegen aus den größeren umliegenden Städten.
Rastede ist und war schon immer Durchfahrtsort für jegliche Händler und Kaufleute, die aus Richtung Oldenburg auf dem Weg an die Küste waren. So kam es unter dem vielen fahrenden Volk, darunter auch Gaukler, Scherenschleifer sowie Quacksalber oder Babiere, oft zu Überfällen und anderen Verbrechen. Nachtwächter sollten dies fortan unterbinden, dabei hatten derartige Gewalttaten in Rastede schon eine lange Tradition. Einst lebte der berüchtigte Raubgraf Gerd der Mutige in Rastede im Kloster und ließ es 1476 sogar zu einer Festung ausbauen. Bei seinen Gegnern war er als See- und Straßenräuber gefürchtet, da er sich an keine Verträge hielt und neben einträglichem Land- und Seeraub auch regelmäßig Nachbarn und Reisende überfiel. Rachedurstige Bauern plünderten im Gegenzug Rasteder Höfe.
Auch heute noch führt die „Oldenburger Straße“ von Etzhorn über Rastede bis nach Varel. Wo einst die Herzöge mit ihren Kutschen sonntägliche Spazierfahrten unternahmen, schieben sich heute die Automassen durch den Ort. Doch abends, wenn es dunkel wird, überqueren nun wieder Nachtwächter die alte Handelsroute und ermahnen das fahrende Volk.
Angst im Dunkeln?
Möchtest du Rastede und den Ortskern lieber bei Tageslicht erkunden? Dann ist eine klassische “Gästeführung” genau das Richtige für dich!